Ein Ryokan in Kyōto ist mehr als nur eine Unterkunft: Es ist ein Eintauchen in die japanische Wohnkultur. Statt Betten gibt es Futons auf Tatami-Matten, statt Fernsehern oft den Blick in einen gepflegten Garten. Die meisten Ryokan bieten traditionelle mehrgängige Kaiseki-Menüs, die mit regionalen Zutaten zubereitet werden. Manche verfügen über private Onsen-Bäder oder öffentliche Badehäuser, die je nach Haus für die Gäste reserviert werden können. Als Gast erhalten Sie Yukata (leichte Kimonos), und das Personal kümmert sich um Details wie das Auslegen der Futons am Abend.
Die Preise variieren stark: Einfache Ryokan wie das Matsubaya Ryokan, seit 1884 in der Nähe des Higashihongan-ji-Tempels, bieten erschwingliche Übernachtungen ab etwa 60 Euro pro Person. Gehobene Hotels wie das Kyokoyado Yutone, das nur wenige Gehminuten vom Kiyomizu-dera-Tempel entfernt liegt, kosten mit privatem Zypressenholz-Bad und Mikimoto-Pflegeprodukten schnell über 200 Euro pro Person. Beliebte Viertel sind das historische Higashiyama mit Tempeln wie Nanzen-ji, das zentrale Kawaramachi mit Einkaufsstraßen und Restaurants sowie die Gegend um den JR-Bahnhof Kyōto für eine gute Anbindung. Viele Ryokan bieten kostenloses WLAN, Familienzimmer und Wäscheservice. Wer ein Fahrrad mietet, kann die Stadt auf eigene Faust erkunden - die meisten Hotels stellen auf Wunsch auch Lunchpakete zusammen.
